LAWINFO

Urkundendelikte / Urkundenfälschung

QR Code

Exkurs: Falsche Rechnungen

Rechtsgebiet:
Urkundendelikte / Urkundenfälschung
Stichworte:
Urkundendelikte, Urkundenfälschung
Autor:
Bürgi Nägeli Rechtsanwälte
Herausgeber:
Verlag:
LAWMEDIA AG

Rechnungen haben grundsätzlich keinen Urkundencharakter, da sie nur eine Parteibehauptung darstellen. Sie erklären lediglich, dass der Aussteller gegen den Adressaten eine Forderung in Höhe des Rechnungsbetrags geltend macht.

Damit Rechnungen als strafrechtlich relevante Urkunden gelten, bedarf es eines besonderen Vertrauens, welches durch besondere Umstände gerechtfertigt sein muss. Dies ist der Fall, wenn sie als Bestandteil der Buchhaltung des Rechnungsstellers erscheint und Grundlage für die Verbuchung des betreffenden Geschäftsvorfalls in der Buchhaltung bildet.

Neueste Rechtsprechung (BGE 6B.571/2011)

Rechnungen gelten bereits dann als Buchhaltungsbelege und damit als strafrechtlich relevante Urkunden, wenn der Aussteller der Rechnung mit der buchführungspflichtigen Rechnungsempfängerin bzw. deren Organen oder Angestellten auf deren Anregung hin oder mit deren Zustimmung eine inhaltlich falsche Rechnung erstellt, mit welcher die Buchhaltung verfälscht wird.  Darunter fallen auch die sog. Gefälligkeitsrechnungen.

 » BGE 6B_571/2011 vom 24. Mai 2012

    Kontakt

    Bürgi Nägeli Rechtsanwälte

    Kontakt / Help

    Bürgi Nägeli Rechtsanwälte

    Anrede

    Ihr Vorname*

    Ihr Nachname*

    Firma

    Telefonnummer*

    Betreff (Interessen- / Streitgegenstand)*

    * = Pflichtfelder

    Eine Kopie der Mitteilung geht an die im Feld "E-Mail" angegebene E-Mail-Adresse.

    Vorbehalt / Disclaimer

    Diese allgemeine Information erfolgt ohne jede Gewähr und ersetzt eine Individualberatung im konkreten Einzelfall nicht. Jede Handlung, die der Leser bzw. Nutzer aufgrund der vorstehenden allgemeinen Information vornimmt, geschieht von ihm ausschliesslich in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.

    Urheber- und Verlagsrechte

    Alle in dieser Web-Information veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheide und Leitsätze, soweit sie von den Autoren oder den Redaktoren erarbeitet oder redigiert worden sind. Der Rechtschutz gilt auch gegenüber Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen. Kein Teil dieser Web-Information darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – sämtliche technische und digitale Verfahren – reproduziert werden.